Die Vogelwelt Estlands 1
Auerhuhn und Habichtskauz entlang der Westküste

Eine ornithologisch-ökologisch geführte Exkursion für 4 bis 12 Teilnehmer

Allgemeines

Estland nimmt eine zentrale Lage auf dem ostatlantischen Flugweg der Zugvögel von den Winterquartieren im Süden zu den Brutgebieten im Norden und Osten ein. Im Gebiet der inselreichen Buchten entlang der estnischen Westküste bündeln sich mehrere Zugrouten. Die Küstengewässer sind hier flach und erwärmen sich im Frühjahr sehr schnell, so dass viele Wasserpflanzen, Muscheln und andere Kleinlebewesen den Durchzüglern als ausreichende Nahrungsquelle zur Verfügung stehen. Im Frühjahr werden diese Flächen von Hunderttausenden Zugvögeln als Zwischenrastplatz aufgesucht.

Die Vogelwelt des heutigen Estlands begann sich mit dem Ende der letzten Eiszeit zu entwickeln. Die ersten Rückkehrer kamen aus den arktischen Gebieten und Tundren und sind nach wie vor hier beheimatet. Mittlerweile haben sich aber auch Arten der südlichen Regionen das Territorium Estlands als Brutlebensraum erschlossen. Auch die Klimaerwärmung ist ein Grund dafür, dass Arten wie Zitronenstelze, Karmingimpel und Brachpieper entlang der Westküste inzwischen regelmäßig anzutreffen sind.

Arten der unterschiedlichsten Habitatansprüche finden in der wenig ausgeräumten und strukturreichen Landschaft Estlands zugleich genug Lebensraum und ein ausreichendes Nahrungsangebot. In den noch großflächig zusammenhängenden Waldgebieten sind Habichtskauz, Dreizehenspecht und Birkhuhn anzutreffen, Singschwan und Fischadler brüten an den einsamen Binnengewässern. Sensible Arten wie diese benötigen einen intakten Lebensraum für Nahrungssuche und Brut. Je nach Lebensraumanspruch einer Art lassen sich Indikatorarten für den jeweiligen Biotoptyp ermitteln. So werden Sie während dieser Reise mit Sicherheit den Goldregenpfeifer als Leitart der intakten offenen Hochmoorlandschaften beobachten können. Ob Schwarzstorch, Auerhuhn, Samtente und Eistaucher oder auch der aus den östlichen Regionen vordringende Buschrohrsänger – Estland ist ein Vogelparadies!

Wir schlagen Ihnen eine kontrastreiche Tour zur Vogelbeobachtung in Estland vor, die Ihnen gefallen wird. Dabei ist es selbstverständlich, Rücksicht zu nehmen und weder zu stören noch zu zerstören, denn es ist uns ein Anliegen, authentische und abwechslungsreiche Reisen auch in einer Kleingruppe ganz individuell zu gestalten. Als Ortskundige empfehlen wir Ihnen nur Stationen von ornithologischer Sehenswürdigkeit. Die Unterkünfte befinden sich innerhalb der Beobachtungsgebiete in guten Landhotels. Wir haben hier bewusst authentische und persönliche Unterkünfte gewählt, damit die besondere Atmosphäre der Tour erhalten bleibt.

Details/Programm

10-Tage-Tour „Auerhuhn und Habichtskauz entlang der Westküste“

26.04.2018: Ankunft in Estland

Ankunft und Begrüßung am Flughafen und Weiterfahrt an die Westküste; Unterkunft in einem Feriendorf direkt am Meer; Reiseberatungsgespräch und Übergabe der Informationsmappe; gemeinsames Abendessen.

Am Abend besteht eine erste Möglichkeit zur Seevogelbeobachtung.


27.04.2018: Hochmoorheiden und Dünenwälder

Ganztägige ornithologische Exkursion mit Wanderungen in einem Wald-, Moor-, Heidegebiet; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im Feriendorf; abends Eulenverhör.

Heute heißt es zeitig aufstehen. Sie werden am frühen Morgen direkt in das Läänemaa Suursoo (Moor) fahren und die imposante Balz der Auer- und Birkhähne  bewundern können. Das ehemalige Strandwallgebiet zeichnet sich durch ein interessantes Relief aus. Trockene Dünen umschließen die Moorkerne. Die nährstoffarmen Sandflächen wurden in der Vergangenheit mit Kiefern aufgeforstet, wobei große Flächen durch Brände zerstört wurden. Diese Wald- und Moorbrandgebiete entwickelten sich sukzessiv zu interessanten Heidemoorlandschaften.

Im Gebiet brüten Fischadler (Pandion haliaetus) und Singschwan (Cygnus cygnus). Auf den offenen Heideflächen sind Auer- und Birkhuhn (Tetrao urogallus, T. tetrix) und Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria), sowie Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) und Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) zu erwarten.

Am späten Nachmittag werden Sie am Kap Põõsaapea, der nordwestlichsten Spitze des Festlandes, Gelegenheit für eine weitere Seevogelbeobachtung haben. Besonders während der Zugzeiten sind hier Tausende Meeresenten und Seetaucher anzutreffen, die die Landspitze im Minutentakt passieren.

Für den Abend ist ein Eulenverhör im Revier eines Habichtskauzes (Strix uralensis) geplant.


28.04.2018: Vogelbeobachtungen im Nordwesten

Exkursionstag mit mehreren Kurzwanderungen in Alvaren und Schilfgebieten; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen in Haapsalu.

Am heutigen Tag erkunden Sie die buchtenreichen Küstengewässer. Durch stetige Hebungsprozesse wächst das Land aus dem Meer und dies erdgeschichtlich betrachtet rasend schnell. So war die Gegend von Noarootsi noch vor 270 Jahren eine Insel und nur mit dem Boot zu erreichen. Die schilfreichen, flachen Buchten verlanden zunehmend und bieten vor allem Watvögeln ideale Rastmöglichkeiten und reichhaltige Nahrungsquelle. Ohrentaucher (Podiceps auritus), Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) und Wasserralle (Rallus aquaticus) sind hier gut zu beobachten. Ebenso befindet sich eine Kolonie der Zwergmöwe (Larus minutus) im Gebiet.

Die Halbinsel Noarootsi ist darüber hinaus auch geschichtsträchtig. Über Jahrhunderte lebten die sogenannten „Küstenschweden“ im Westen Estlands. Seinerzeit wurden sie von Gustav Adolf II. hier angesiedelt um zu helfen, die Seefahrt auf der Ostsee sicherer zu machen. Einen kleinen Einblick in die Geschichte dieser besonderen Kulturlandschaft erhalten Sie im Heimatmuseum von Lykholm, das Sie besuchen werden.

Am Abend erreichen Sie die Kleinstadt Haapsalu und Ihr Hotel an der gleichnamigen Bucht. Ein Zimmer mit Meerblick ist Ihnen also gewiss.


29.04.2018: Die Insel Hiiumaa

Ganztagesexkursion zur Vogelbeobachtung auf die Insel Hiiumaa; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen in Haapsalu.

Am Morgen setzen Sie vom nahe gelegenen Fährhafen in Roheküla mit der Fähre auf die Insel Hiiumaa über. Während der 90minütigen Überfahrt wird uns vielleicht auch die Beobachtung eines Eistauchers (Gavia immer) gelingen. Auf der Insel angekommen unternehmen Sie eine weitere Seevogelbeobachtung von der weit ins Meer hinausragenden Tahkuna-Halbinsel. Hier sind Tauchenten und Seetaucher auf den Wasserflächen und Limikolen in den schlickreichen Wattflächen der Buchten zu erwarten.

In Kärdla, dem Inselhauptort, haben wir für Sie ein Mittagessen mit Blick auf das Meer bestellt. Während Sie speisen, können Sie Austernfischer (Haematopus ostralegus) und Alpenstrandläufer (Calidris alpina)bei der Nahrungsaufnahme beobachten.
Nach dieser Stippvisite fahren wir zur Vogelbeobachtung auf die Halbinsel Kassari. Die von der Halbinsel eingeschlossene Bucht von Käina ist ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung (IBA – Important Bird Area) und eines der bedeutendsten Durchzugsgebiete im nördlichen Ostseeraum. Ein Teil der europäischen Populationen von Graugans (Anser anser) und Kranich (Grus grus) rasten hier.
Von einem der zahlreichen Beobachtungstürme haben Sie eine eindrucksvolle Sicht auf die faszinierende Inselwelt, und können innerhalb der Zugzeit interessante Arten beobachten. Besonders Enten und Gänse finden sich hier in großen Individuenzahlen ein. Aber auch Besonderheiten wie das Odinshühnchen (Phalaropus lobatus) und der Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) kommen in den Flachwasserbereichen der Bucht vor.

Am Abend kehren Sie nach Haapsalu auf das Festland zurück.


30.04.2018: Der Matsalu-Nationalpark (Nordküste)

Tagesexkursion mit kleineren Wanderungen; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen in einem Landhotel an der Westküste.

Diesen Tag verbringen Sie an der tief ins Land greifenden Bucht von Matsalu. Das Mündungsgebiet des Kasari-Flusses mit ca. 50 Inseln und einem breiten Uferstreifen ist bereits seit 1957 Naturschutzgebiet. Seitdem hat sich ein einzigartiges Nebeneinander von Strandwiesen, Heideflächen, Auenlandschaften und Röhrichten entwickelt. Es zählt zu den bedeutendsten Vogelreservaten im Ostseeraum. Als Rastplatz während des Frühjahrs- und Herbstzuges nimmt Matsalu eine Schlüsselposition im ostatlantischen Flugweg der Zugvögel ein. In diesem Landschaftsgefüge werden Sie verschiedenste Beobachtungshalte einlegen. So können Sie von insgesamt drei Beobachtungstürmen aus unter anderem Kampfläufer (Philomachus pugnax), Bekassine (Gallinago gallinago), Grünschenkel (Tringa nebularia) und viele andere Wasservögel beobachten können – unter ihnen sowohl Zugvögel als auch im Gebiet brütende Arten. Auch Weißwangen- und Blässgänse (Branta leucopsis, Anser albifrons) rasten hier in hohen Individuenzahlen.

Eine kurze Wanderung unternehmen Sie durch einen Laubmischwald. Das besondere Interesse gilt hier dem Weißrücken- und Kleinspecht (Dendrocopos leucotos, D. minor), aber auch Seeadler (Haliaeetus albicilla) und Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) werden zu beobachten sein.

Am Abend erreichen Sie Ihre neue Unterkunft an der Westküste, ein Landhotel mit ausgezeichneter Küche. Durch seine unmittelbare Lage am Meer ist es für Ornithologen sehr komfortabel.


01.05.2018: Der Matsalu-Nationalpark (Südküste)

Bootstour im Kasari-Mündungsdelta am Morgen; Besuch des Nationalparkzentrums; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im bereits bekannten Landhotel.

Sie beginnen den Tag am frühen Morgen und erkunden während einer Bootstour mit einem Mitarbeiter des Nationalparks das Schilfgebiet. Außerdem bieten die vielen Aussichtstürme die Möglichkeit, die faszinierende Landschaft aus der Vogelperspektive zu erleben. Die Standorte der Türme sind so gewählt, dass Sie vom Kasari-Fluss bis zur Meeresküste alle Landschaftstypen und deren Vögel gut einsehen können. Zwergschwäne (Cygnus bewickii) und der Große Brachvogel (Numenius arquata) sind hier sehr häufig anzutreffen.
Darüber hinaus werden Sie hier Elche bewundern können, die morgens auf den Überschwemmungswiesen äsen.

Alle Aktivitäten im Gebiet sind zeitlich von der Brut der Vögel abhängig und werden im Vorfeld entsprechend koordiniert.


02.05.2018: Pflanzenreichtum und Vogelvielfalt

Exkursionstag mit mehreren Beobachtungshalten und kleineren Wanderungen entlang der Westküste; Stadtrundfahrt durch Pärnu; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im komfortablen Landhotel an der Rigaer Bucht.

Durch die bereits erwähnten Bewegungen der Erdkruste hebt sich der westestnische Festlandssockel jährlich um 2 bis 3 Millimeter aus dem Meer. Viele der Seen und Lagunen entstanden so aus den Buchten der Ostsee.
Im Schutzgebiet von Laelatu-Puhtu steht zunächst die Besichtigung des Laubwaldes auf einer Halbinsel auf dem Programm. Auf dem Gelände eines ehemaligen Gutes befinden sich das weltweit erste Schiller-Denkmal und ein Beobachtungsturm. Von hier haben Sie beste Sicht auf die Insel Muhu und den dazwischen liegenden Kleinen Sund. Vor allem in den Zugzeiten sind hier Prachttaucher (Gavia arctica) sowie Trauer- und Samtenten (Melanitta nigra, M. fusca) zu beobachten.

Als aus botanischer Sicht sensationell kann die Wald- oder Gehölzwiese von Laelatu bezeichnet werden. Mit 76 Gefäßpflanzen je Quadratmeter ist die Artendichte einzigartig! Die Seltenheit der hier vorkommenden Pflanzen macht diesen von Menschenhand geschaffenen Biotoptyp zur einmaligen Erscheinung im gesamten Ostseeraum. Sie werden begeistert sein!

Am Nachmittag gilt besonderes Augenmerk dem Besuch eines intakten Zwischenmoores. Während eines kurzen Rundweges werden Sie die Besonderheiten dieses in Mitteleuropa bereits nicht mehr existierenden Moortyps erleben und vielleicht Bruchwasserläufer (Tringa glareola) und Uferschnepfe (Limosa limosa), Leitarten dieses Lebensraumes, beobachten können. Das Moorgebiet ist ebenfalls Brut- und Nahrungshabitat eines Steinadlers (Aquila chrysaetos).


03.05.2018: Das Nigula-Hochmoor

Ganztagesaufenthalt in einem Regenmoor; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im bereits bekannten Landhotel; abends Eulenverhör.

Mit dem Hochmoorkomplex von Nigula besichtigen Sie ein bereits 1957 gegründetes Naturschutzgebiet im unmittelbaren Grenzgebiet zu Lettland. Das Moor Nigula zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus. Ein Flachmoor mit hohem Randgehänge, an das sich angrenzend ein Schenkelgebiet gebildet hat. (Schenkel sind nicht begehbare, nur aus Torfschlamm bestehende Stellen ohne Pflanzenbewuchs.)
Im Kern des Gebietes existieren fünf Moorinseln mit einer urwaldartigen Vegetation. Durch die Lehmböden der Moränen konnten die Torfmoose nicht in diese Flächen eindringen, obwohl sie unter dem Moor-Wasserspiegel liegen. Auf den beiden größten dieser Inseln fand in einem Herbst der 30er Jahre ein gewaltiger Holzeinschlag statt. Auf Grund des milden Folgewinters fror der Boden nicht zu und das Holz konnte nicht abtransportiert werden. Es verblieb im Moor und bildet heute einen riesigen Alt- und Totholzbestand. Die Beobachtung von Hochmoor-Leitarten wie Kranich (Grus grus) und Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) aber auch diverser Spechtarten gilt am heutigen Tag als sicher.
Mit einer Torfmächtigkeit von bis zu 8 Metern ist das Hochmoor von Nigula zu den ältesten Moorkomplexen Estlands zu zählen.
Am Nachmittag versuchen wir, Waldwasserläufer (Tringa ochropus) und Eisvogel (Alcedo atthis) entlang eines Wildbaches in urwüchsiger Waldlandschaft zu beobachten.

Für den Abend ist ein Eulenverhör geplant, um im Gebiet heimische Arten wie Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), Uhu (Bubo bubo) und Habichtskauz (Strix uralensis) zu entdecken.


04.05.2018: Rigaer Bucht und estnische Hauptstadt Tallinn

Vogelbeobachtungen entlang der Rigaer Bucht; Besuch der Beringungsstation von Kabli; Weiterfahrt nach Tallinn; Unterkunft in einem guten Mittelklassehotel am Fuße des Domberges; Abendessen in einem Altstadtrestaurant.

Der Salzgehalt in der Rigaer Bucht ist verschwindend gering. So haben sich an den Ufern Salzgraswiesen etabliert – ein sehr sensibler und in Mitteleuropa kaum noch vorhandener Biotoptyp, der besonders den bodenbrütenden Wasservögeln als Brut- und Nahrungshabitat dient. Die ausgedehnten Flächen werden Sie von verschiedenen Aussichtstürmen observieren und unter anderem die Nordische Schafsstelze (Motacilla f. thunbergi) und Wiesenpieper (Anthus pratensis), aber auch Sumpfläufer (Limicola falcinellus) und Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola) beobachten können.

Letzter Programmpunkt des Tages wird ein Besuch der Beringungsstation in Kabli sein. In dem ungefähr 15 ha umfassenden Areal werden mittels einer „Helgolandreuse“ jährlich Zehntausende von Vögeln gefangen und anschließend beringt. Auch wenn die Station im Frühjahr nicht in Betrieb ist, werden Sie hier grundlegende Informationen zur Fangmethode der „Helgolandreuse“ und zu den Besonderheiten des Vogelzuges an Estlands Westküste erhalten.

Am Abend erreichen Sie Tallinn und beziehen Ihr Hotel in unmittelbarer Nähe zur mittelalterlichen Altstadt.


05.05.2018: Kultur oder Natur – in jedem Falle Abschied

Am Vormittag deutschsprachige Stadtführung durch die mittelalterliche Altstadt oder abschließende Vogelbeobachtung an der Nordküste; individuelle Tagesfreizeit; Transfer vom Hotel zum Flughafen; Abreise.

Nach dem Frühstück haben Sie die „Qual der Wahl“, denn die Gestaltung des Vormittages liegt in Ihren Händen.

Die Kulturinteressierten möchten wir zur Teilnahme an einer deutschsprachigen Stadtführung durch das mittelalterliche Tallinn einladen, die ca. 3 Stunden dauert.
Sie werden Estlands Tor zur Welt – die alte Hansestadt Tallinn (dt. Reval) spazierengehend kennenlernen.
Im Jahre 1154 zum ersten Male urkundlich erwähnt, spiegeln sich in Tallinn die Jahrhunderte mit ihrer wechselvollen Geschichte wider. Es herrschten Dänen, Schweden, Russen und nicht zuletzt Deutsche, die hier über 700 Jahre lebten und die Geschicke des Landes maßgeblich beeinflussten.
Mit seinen etwa 400.000 Einwohnern ist Tallinn das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Estlands, das insgesamt nur knapp 1,4 Millionen Einwohner zählt. Tallinns historischer Kern wurde 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zählt nach Visby (Gotland, Schweden) zu den am besten erhalten gebliebenen Hansestädten im Ostseeraum.
Die Besichtigung der russisch-orthodoxen Newski-Kathedrale sowie der Domkirche sind Bestandteile der Stadtführung.

Für die „nimmersatten“ Vogelliebhaber absolvieren wir eine frühmorgendliche Vogelbeobachtung auf einer Tallinn vorgelagerten Halbinsel. Die hiesige ornithologische Gesellschaft hat sich intensiv um den Schutz dieses so stadtnahen Vogelparadieses bemüht. Von den zwei neu errichteten Beobachtungstürmen können Sie bestens in die Buchten hineinschauen, zumal die Beobachtungsdistanzen hier sehr gering sind.
Eider- (Somateria mollissima), Pfeif- (Anas penelope) und Eisenten (Clangula hyemalis) sind auf den offenen Wasserflächen der Küste genauso gut zu beobachten wie Tafelente (Aythya ferina) und Schnatterente (Anas strepera) innerhalb der flachen Röhrichtgewässer.

Rechtzeitig holen wir Sie vom Hotel ab und begleiten Sie zum Flughafen, von wo aus Sie den Rückflug nach Deutschland antreten.

Leistungen/Preis

Reisetermin: 26. April bis 5. Mai 2018

Reisepreis p. P.
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

1.495,- Euro

Einzelzimmerzuschlag: 249,- Euro

Folgende Leistungen sind inklusive:

  • 9 Übernachtungen in Mittelklassehotels (***/*)
  • Vollpension an allen Tagen (Frühstück, reichhaltige Picknick-Päckchen, Abendessen) und alkoholfreie Erfrischungsgetränke während des Tages
  • sämtliche Transfers im modernen Reisebus (Lautsprechersystem und Klimaanlage sowie TV/DVD)
  • fachkundige, deutschsprachige Reiseleitung an allen Tagen
  • deutschsprachige Stadtführung Tallinn
  • Eintritte: Heimatmuseum Lykholm, Domkirche Tallinn
  • Bootstour im Matsalu-Nationalpark
  • Fährüberfahrt auf die Insel Hiiumaa
  • Möglichkeit zur Benutzung von grundlegender Fach- und Bestimmungsliteratur sowie Ferngläsern
  • ausführliches Reiseberatungsgespräch bei Ankunft
  • alle Reservierungs- und Buchungsentgelte
  • Reise-Sicherungsschein

Zur Erinnerung an Ihre Reise erhalten Sie eine Vogelstimmen-CD von ausgewählten und in Estland vorkommenden Vogelarten.

Unser Tipp

Im Anschluss an diese Reise findet die aivifaunistisch geführte Exkursion Birkhahnbalz und Schreiadler in Ostestland statt. Beide ornithologische Reisen können also miteinander kombiniert werden. Wer sich für die Teilnahme an beiden Reisen (26. April bis 13. Mai 2018) entscheidet, kommt zudem in den Genuss attraktiver Sonderkonditionen.

Reisepreis p. P.
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

2.795,- Euro 

Einzelzimmerzuschlag: 475,- Euro

Buchung

Wenn Sie an dieser ornithologisch-ökologischen Studienreise interessiert sind, nutzen Sie bitte unsere Buchungsformular (PDF-Datei)* oder senden Sie uns eine Mail an adrian(at)baltikumreisen.de mit dem Betreff „Vogelwelt Westküste“ und teilen Sie uns bitte mit, für wie viele Reisende Sie buchen möchten.

Wir setzen uns anschließend umgehend mit Ihnen in Verbindung.

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