Herbstzug der Kraniche und
Robbenbeobachtungen in der westestnischen Inselwelt

Eine vogelkundliche Herbstreise für 4 bis 12 Teilnehmer

Allgemeines

Wer erinnert sich nicht gerne an die Tausenden von Gänsen und Enten, die alljährlich im Herbst auf ihrem Weg von den Brutrevieren im hohen Norden zu den Überwinterungsgebieten in Europa und Afrika scharenweise auf Feldern, Wiesen und brachliegenden Flächen zu beobachten sind. Landwirte beklagen Flur- und Saatschäden, Naturliebhaber erfreuen sich. Vögel erweisen sich nicht nur für fachkundige Ornithologen als Magnet.

Das treffendste Beispiel dafür ist die Beobachtung des Herbstzuges entlang der estnischen Westküste. Die vom Sommer erwärmte Ostsee sorgt für ein reichlich vorhandenes Nahrungsangebot und im Windschutz der Inseln bündeln sich mehrere Zugrouten. Die inselreichen Buchten entlang der Westküste bieten den Vögeln beste Rastbedingungen. So finden sich während der Zugzeiten in der Bucht von Matsalu ein großer Teil der europäischen Populationen von Graugans und Kranich ein.

Tausende Kraniche und Weißwangengänse, ein beindruckender Greifvogelzug und unzählige Singvögel mit sibirischen Raritäten – das Baltikum ist auch im Herbst ein Vogelparadies.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise liegt auf der Beobachtung der Ostsee-Robben. Die Kegelrobbe (Halichoeruz grypus) und die Ringelrobbe (Pusa hispida) sind an estnischen Küsten wieder in stabilen Populationen beheimatet und kommen im September vom offenen Meer in die Küstengewässer zurück, um sich in der Nähe der vielen kleinen Eilande auf die Geburt der Jungtiere im Winter vorzubereiten.

Wir schlagen Ihnen eine kontrastreiche Tour vor, die Ihnen gefallen wird. Dabei ist es selbstverständlich, Rücksicht zu nehmen und weder zu stören noch zu zerstören, denn es ist uns ein Anliegen, authentische und abwechslungsreiche Reisen auch in einer Kleingruppe ganz individuell zu gestalten. Als Ortskundige empfehlen wir Ihnen nur Stationen von ornithologischer Sehenswürdigkeit. Mit unserer Fachkompetenz und Ortskenntnis werden wir dazu beitragen, diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Die Unterkünfte befinden sich innerhalb der Beobachtungsgebiete in guten Landhotels. Wir haben hier bewusst authentische und persönliche Unterkünfte gewählt, damit die besondere Atmosphäre der Tour erhalten bleibt.

Details/Programm

11-Tage-Tour „Herbstzug der Kraniche“

23.09.2017: Ankunft in Estland

Ankunft und Begrüßung am Flughafen und Weiterfahrt an die Westküste; Unterkunft in einem Feriendorf direkt am Meer; Reiseberatungsgespräch und Übergabe der Informationsmappe; gemeinsames Abendessen.

Am Abend werden Sie am Kap Põõsaapea, der nordwestlichsten Spitze des estnischen Festlandes, Gelegenheit für eine erste Seevogelbeobachtung haben. Besonders während der Zugzeiten sind hier Tausende Enten (Anatidae) und Seetaucher (Gaviidae) anzutreffen.


24.09.2017: Die Insel Osmussaar

Ganztagesausflug auf die Insel Osmussaar; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im Feriendorf.

Osmussaar ist die nordwestlichste estnische Ostseeinsel im Finnischen Meerbusen. Das Relief und die Küstenform der Insel sind einzigartig und erinnern eher an die Regionen des Nordmeeres.
Heute nur noch von einer Familie bewohnt ist die Insel DAS Ausflugsziel für Ornithologen. Als Landmarke der Küste vorgelagert, dient die Insel den Zugvögeln als Sichtmarke und wird im Herbst von Millionen Vögeln überflogen – ein imposantes Schauspiel!
Hier sind Arten aller Familien anzutreffen, wobei die Meerenten und Seetaucher besonders hervorzuheben sind. Aber auch Singvögel (Passeri) und Limikolen (Charadriiformes) nutzen die Insel zur Zwischenrast. So wird auf Osmussaar auch der Triel (Burhinus oedicnemus) regelmäßig beobachtet.
Sie verbringen den gesamten Tag auf der Insel und können, wann immer es sich anbietet, Beobachtungshalte einlegen.


25.09.2017: Vogelbeobachtungen in Nordwestestland

Frühmorgendliche Beobachtung von Raufußhühnern; Tagesexkursion mit mehreren Beobachtungshalten an exponierten Küstenabschnitten und seichten Buchtengewässern; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen in Haapsalu.

Heute heißt es zeitig aufstehen. Sie werden am frühen Morgen direkt in ein großes Moorgebiet das „Läänemaa Suursoo“ fahren. Das ehemalige Strandwallgebiet zeichnet sich durch ein interessantes Relief aus. Trockene Dünen umschließen die Moorkerne.
Die nährstoffarmen Sandflächen wurden in der Vergangenheit mit Kiefern aufgeforstet, wobei große Flächen durch Brände immer wieder zerstört wurden. Diese Wald- und Moorbrandgebiete entwickelten sich sukzessiv zu interessanten Heidemoorlandschaften und sind der ideale Lebensraum für Raufußhühner (Tetraoninae), speziell für Auer- und Birkhühner.
Die bei diesen Arten im Herbst stattfindende Nachbalz dient nicht der Fortpflanzung, sondern der Erhaltung des sozialen Gefüges. Ältere Hähne demonstrieren ihre Revieransprüche und führen die Junghähne auf den Balzplätzen in das Balzritual ein. Dieses einmalige Naturschauspiel werden Sie aus nächster Nähe erleben.

Nach einem späten Frühstück erkunden Sie während des Tages die buchtenreichen Küstengewässer. Durch stetige Hebungsprozesse wächst das Land praktisch aus dem Meer und dies in erdgeschichtlicher Zeit betrachtet rasend schnell.
So war die Landschaft von Noarootsi noch vor 270 Jahren eine Insel und nur mit dem Boot zu erreichen. Die schilfreichen, flachen Buchten verlanden zunehmend und bieten vielen Wasservögeln ideale Rastmöglichkeiten und reichhaltige Nahrungsquelle zugleich.

Am Nachmittag erreichen Sie das Seebad Haapsalu, ein 15000-Einwohner-Städtchen, das einer der drei bedeutendsten Kurorte Estlands ist.


26.09.2017: Der Matsalu-Nationalpark (Nordküste)

Tagesexkursion mit kleineren Wanderungen durch Röhrichtgebiete und Salzgraswiesen; Fährüberfahrt auf die Insel Hiiumaa; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen in einem Öko-Hof im Lichtkegel eines Leuchtturms.

Heute verbringen Sie den Tag an der tief ins Land greifenden Bucht von Matsalu. Das Mündungsgebiet des Kasari-Flusses mit ca. 50 Inseln und einem breiten Uferstreifen ist bereits seit 1957 Naturschutzgebiet. Seitdem hat sich ein einzigartiges Nebeneinander von Strandwiesen, Heideflächen, Auenlandschaften und Röhrichten entwickelt. Es zählt zu den bedeutendsten Vogelreservaten im Ostseeraum. Als Rastplatz während des Frühjahrs- und Herbstzuges nimmt Matsalu eine Schlüsselposition im ostatlantischen Flugweg der Zugvögel ein.
In diesem Landschaftsgefüge werden Sie verschiedenste Entdeckungsspaziergänge unternehmen und von einigen Türmen und exponierten Punkten gute Beobachtungen tätigen können. Hier werden Sie vor allem Sing- und Zwergschwäne (Cygnus cygnus u. C. bewickii) in großer Zahl antreffen.

Am Nachmittag setzen wir vom nahe gelegenen Fährhafen in Roheküla mit der Fähre auf die Insel Hiiumaa über. Während der 90minütigen Überfahrt wird uns vielleicht auch die Beobachtung eines Eistauchers (Gavia immer) gelingen.

Auf der Kõpu-Halbinsel im Nordwesten der Insel befindet sich, unweit des ältesten Leuchtturmes im Ostseeraum (1504), ein Öko-Hof, welcher für die kommenden zwei Tage Ihre Unterkunft ist.
Dieser wird nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Unweit des Hauses befindet sich der wunderschöne Nordstrand der Insel, weißer Sand, Wald und eine traumhafte Ruhe – ein gelungener Tagesausklang während einer abendlichen Seevogelbeobachtung.

Auf Hiiumaa zu sein heißt auch, sich abseits der Touristenströme in einer Naturlandschaft zu entspannen.


27.09.2017: Die Insel Hiiumaa

Ganztagesexkursion mit Besichtigung des Kõpu-Leuchtturms und Seevogelbeobachtungen an der offenen Küste; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im Öko-Hof; Seevogelbeobachtung am Abend.

Nachdem Sie sich während der Besteigung des Leuchtturms von Kõpu einen Überblick über die Insel Hiiumaa verschafft haben und den Kleinvogelzug einmal aus der Vogelperspektive betrachten konnten, unternehmen Sie eine weitere Seevogelbeobachtung von der weit ins Meer hineinragenden Tahkuna-Halbinsel. Tauchenten und Seetaucher auf den Wasserflächen und Limikolen in den schlickreichen Wattflächen der Buchten sind hier zu erwarten.

In Kärdla, dem Inselhauptort haben wir für Sie ein Mittagessen mit Blick auf das Meer bestellt. Während Sie speisen, können Sie ebenfalls den Austernfischern (Haematopus ostralegus) und Alpenstrandläufern (Calidris alpina)bei der Nahrungsaufnahme zusehen.

Nach dieser Stippvisite fahren wir zur Vogelbeobachtung auf die Halbinsel Kassari. Die von der Halbinsel eingeschlossene Bucht von Käina ist ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung (IBA – Important Bird Area) und eines der bedeutendsten Durchzugsgebiete im nördlichen Ostseeraum. Ein großer Teil der europäischen Populationen von Graugans (Anser anser) und Kranich (Grus grus) rasten hier.
Von einem der zahlreichen Beobachtungstürme haben Sie nicht nur eine eindrucksvolle Sicht auf die faszinierende Inselwelt, sondern können innerhalb der Zugzeit interessante Arten beobachten. Besonders Enten und Gänse finden sich hier in großen Individuenzahlen ein. Aber auch Besonderheiten wie das Odinshühnchen (Phalaropus lobatus)kommen in den Flachwasserbereichen der Bucht vor.

Wieder auf dem Ferienhof angekommen, steht ein Abendessen für Sie bereit – heute bestimmt etwas aus dem Fischnetz des Hausherrn. Lassen Sie sich überraschen!


28.09.2017: Die Insel Saaremaa – zweitgrößte Ostseeinsel

Fährüberfahrt auf die Insel Saaremaa; Wanderung durch ein nährstoffreiches Verlandungsmoor; Stadtrundgang in Kuressaare mit Besichtigung der Bischofsburg; Picknick als Tagesverpflegung; Abendessen in einem Windmühlen-Restaurant; Unterkunft im Mittelklassehotel in Kuressaare; abendliche Seevogelbeobachtung an der Rigaer Bucht.

Heute verlassen Sie Hiiumaa und setzten zur südlich gelegenen Großinsel Saaremaa über. Während der ca. einstündigen Fährüberfahrt haben Sie in den buchtenreichen Inselgewässern schon Gelegenheit, den Tag mit der Beobachtung von Seevögeln zu beginnen.

Die Insel Saaremaa ist – sicher dank der relativen Abgeschiedenheit – immer etwas Besonderes gewesen. Äußerst angenehm ist die Atmosphäre frei von jeglicher Hektik und Aufgeregtheit. Den Inselbewohnern wird nachgesagt, besonders freundlich und höflich zu sein. Landschaftlich bietet die Insel viel – Heide- und Wald-Sumpf-Landschaften wechseln einander ab, dazu viele schöne Sandstrände.

Am Nachmittag besuchen wir ein riesiges Moorgebiet im Inselinneren. Vielfältige Beobachtungen (z.B. Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) und Kornweihe (Circus cyaneus)) sind garantiert.

Am Nachmittag erreichen Sie Kuressaare, wo Sie Ihre Unterkunft beziehen. Das kleine Hotel befindet sich im Ortskern in unmittelbarer Nähe zur mittelalterlichen Bischofsburg.

Den Abend verbringen Sie mit einer Seevogelbeobachtung in den seichten Küstengewässern der Rigaer Bucht.


29.09.2017: Robbenbeobachtungen im Vilsandi-Nationalpark

Exkursionstag in das Vogelschutzgebiet Vilsandi; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen im Hotel.

Im nordwestlichen Teil Saaremaas befindet sich eine zerklüftete Inselwelt aus über 150 kleinen und großen Eilanden. Durch die in Westestland bis heute andauernden Landhebungsvorgänge wachsen immer wieder neue Klippen aus dem Meer heraus und miteinander zusammen. Noch vor 300 Jahren bestand die heutige Insel Vilsandi aus vielen Kleinstinseln.
Die Vogelwelt in diesem Gebiet ist einzigartig. 120 Arten sind hier Standvögel! Dies erkannte schon vor fast 100 Jahren der damalige Leuchtturmwärter, pachtete einige Inseln und stellte somit das Brutgeschäft der Küstenvögel unter seinen persönlichen Schutz. Das 1910 gegründete und somit älteste Naturschutzgebiet im Baltikum ist heute ein Nationalpark.

Während des Aufenthaltes genießen Sie die Ausblicke in die Inselwelt Vilsandis und deren Vogelwelt. Die Fluchtdistanzen der Vögel sind hier sehr gering, so dass Sie zu unvergesslichen Beobachtungen und Fotoaufnahmen kommen werden.
Auf der Insel werden Sie auch Ringel- und Kegelrobben beobachten können, die sich im Herbst auf den kleineren Geröllinseln Vilsandis einfinden. In der nördlichen Ostsee konnten sich inzwischen wieder stabile Populationen beider Arten etablieren und so werden in der westestnischen Inselwelt seit einigen Jahren regelmäßig immer größer werdende Rudel registriert.


30.09.2017: Zurück zum Festland

Exkursionstag mit kleineren Wanderungen an ausgewählten Küstenabschnitten; Fährüberfahrt auf das Festland; Picknick als Tagesverpflegung; Unterkunft und Abendessen in einem Landhotel direkt am Meer; abendliche Elchbeobachtung.

Heute ist es an der Zeit, Kuressaare und Saaremaa zu verlassen. Auf dem Weg zum Fährhafen unternehmen Sie auch eine Vogelbeobachtung auf der südöstlichen Landspitze von Kübassaare. Hier ist besonders der Kleinvogelzug zu bewundern, aber auch Samt- und Trauerente (Melanitta fusca, M. nigra) sowie die Weißwangengans (Branta leucopsis) sind zu erwarten.

Durch die bereits erwähnten Bewegungen der Erdkruste hebt sich dieser Teil Estlands jährlich um 2 bis 3 Millimeter aus dem Meer empor. Viele der Seen und Lagunen entstanden so aus den Buchten der Ostsee, was sich in der Bezeichnung der Landschaft als Laelatu (wörtlich: Land zwischen den Buchten) wiederfindet.
Dieses Land erreichen Sie nach der Überfahrt zum Festland. Hier steht als nächstes die Besichtigung des Laubwaldes der Halbinsel Puhtu auf dem Programm. Auf dem Gelände eines ehemaligen Gutes befinden sich das weltweit erste Schiller-Denkmal und ein Beobachtungsturm, von dem Sie beste Sicht auf die Insel Muhu und den dazwischen liegenden Kleinen Sund haben. Vor allem in den Zugzeiten sind hier Tausende von Singschwänen (Cygnus cygnus) zu beobachten.

Am Abend erreichen Sie Ihre neue Unterkunft, ein Landhotel unmittelbar am Meer und für Ornithologen daher sehr komfortabel.


01.10.2017: Der Matsalu-Nationalpark (Südküste)

Bootstour im Kasari-Mündungsdelta am Morgen; Besuch des Nationalparkzentrums; Picknick als Tagesverpflegung; längere Beobachtungshalte im Gebiet; Unterkunft und Abendessen im bereits bekannten Landhotel.

Heute beginnen wir am frühen Morgen und erkunden während einer Bootstour mit einem Mitarbeiter des Schutzgebietes das Schilfgebiet. Außerdem bieten sich viele Aussichtstürme an, die faszinierende Landschaft aus der Vogelperspektive zu erleben. Die Standorte der Türme sind so gewählt, dass Sie vom Kasari-Fluss bis zur Meeresküste alle Landschaftstypen und deren Vögel gut einsehen können.
Außerdem werden Sie hier Elche bewundern können, welche morgens auf den Überschwemmungswiesen äsen.


02.10.2017: Vogelbeobachtungen in Westestland

Exkursionstag mit mehreren Beobachtungshalten und kleineren Wanderungen entlang der Westküste; Stadtrundfahrt durch Pärnu; Picknick als Tagesverpflegung; Besuch der Beringungsstation von Kabli; Rückkehr nach Tallinn; Unterkunft in einem guten Mittelklassehotel am Fuße des Domberges; Abendessen in einem Altstadtrestaurant.

Am Morgen erkunden Sie ein klassisches Übergangs-Zwischenmoor. Während eines kurzen Rundweges werden Sie die Besonderheiten dieses in Mitteleuropa bereits nicht mehr existierenden Moortyps erleben. Das Moorgebiet ist ebenfalls Brut- und Nahrungshabitat eines Steinadlers (Aquila chrysaetos).

Nachmittags besuchen Sie die Beringungsstation von Kabli. In dem ungefähr 15 ha umfassenden Areal werden mittels einer „Helgolandreuse“ jährlich Zehntausende von Vögeln gefangen und beringt. Teilweise mitten im Schilfgürtel, an Gebüschreihen oder in lichteren Waldbeständen angelegte kleinere Fangnetze (Japannetze) ermöglichen zudem den Fang der typischen Charakterarten dieser Habitate.
Sie erhalten hier grundlegende Informationen zur Fangmethodik einer „Helgolandreuse“ und zu den Besonderheiten des Vogelzuges an Estlands Westküste.

Am Abend erreichen Sie Tallinn und beziehen Ihr Hotel in unmittelbarerer Nähe zur mittelalterlichen Altstadt. Sie speisen im hanseatischen Restaurant „Olde Hanse“. Ihre Reise endet somit in einer mittelalterlichen undstilvollen Atmosphäre. Erleben Sie hier das Ambiente des 16. Jahrhunderts und speisen wie einst die Kaufleute der Hanse.


03.10.2017: Die estnische Hauptstadt Tallinn

Am Vormittag deutschsprachige Stadtführung durch die mittelalterliche Altstadt oder abschließende Vogelbeobachtung an der Nordküste; individuelle Tagesfreizeit; Transfer vom Hotel zum Flughafen; Abreise.

Nach dem Frühstück haben Sie die „Qual der Wahl“, denn die Gestaltung des Vormittages liegt in Ihren Händen.

Die Kulturinteressierten möchten wir zur Teilnahme an einer deutschsprachigen Stadtführung durch das mittelalterliche Tallinn einladen, die ca. 3 Stunden dauert.
Sie werden Estlands Tor zur Welt – die alte Hansestadt Tallinn (dt. Reval) – spazierengehend kennenlernen.
Im Jahre 1154 zum ersten Male urkundlich erwähnt, spiegeln sich in Tallinn die Jahrhunderte mit ihrer wechselvollen Geschichte wider. Es herrschten Dänen, Schweden, Russen und nicht zuletzt Deutsche, die hier über 700 Jahre lebten und die Geschicke des Landes maßgeblich beeinflussten.
Mit seinen etwa 400.000 Einwohnern ist Tallinn das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Estlands, das insgesamt nur knapp 1,4 Millionen Einwohner zählt. Tallinns historischer Kern wurde 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zählt nach Visby (Gotland, Schweden) zu den am besten erhalten gebliebenen Hansestädten im Ostseeraum.
Die Besichtigung der russisch-orthodoxen Newski-Kathedrale sowie der Domkirche sind Bestandteile der Stadtführung.

Für die „nimmersatten“ Vogelliebhaber absolvieren wir eine frühmorgendliche Vogelbeobachtung auf einer Tallinn vorgelagerten Halbinsel. Die hiesige ornithologische Gesellschaft hat sich intensiv um den Schutz dieses so stadtnahen Vogelparadieses bemüht. Von den zwei neu errichteten Beobachtungstürmen können Sie bestens in die Buchten hineinschauen, zumal die Beobachtungsdistanzen hier sehr gering sind.
Eider- (Somateria mollissima), Pfeif- (Anas penelope)  und Eisenten (Clangula hyemalis) sind auf den offenen Wasserflächen der Küste genauso gut zu beobachten wie Tafelente (Aythya ferina) und Schnatterente (Anas strepera) innerhalb der flachen Röhrichtgewässer.

Rechtzeitig holen wir Sie vom Hotel ab und begleiten Sie zum Flughafen, von wo aus Sie den Rückflug nach Deutschland antreten.

Leistungen/Preis

Reisetermin: 23. September bis 3. Oktober 2017

Reisepreis p. P.
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

1.595,- Euro 

Einzelzimmerzuschlag: 229,- Euro
Alleinreisende sind herzlich willkommen!

Folgende Leistungen sind inklusive:

  • 10 Übernachtungen in Mittelklassehotels (***/*)
  • Vollpension an allen Tagen (Frühstück, reichhaltige Picknick-Päckchen, Abendessen) und alkoholfreie Erfrischungsgetränke während des Tages
  • sämtliche Transfers im modernen Reisebus (Lautsprechersystem und Klimaanlage sowie TV/DVD)
  • fachkundige, deutschsprachige Reiseleitung an allen Tagen
  • deutschsprachige Stadtführungen in Kuressaare und Tallinn
  • Eintritte: Heimatmuseum Lykholm, Bischofsburg Kuressaare, Domkirche Tallinn
  • Bootstouren auf die Inseln Osmussaar und Vilsandi und in der Matsalu-Bucht
  • sämtliche Fährüberfahrten
  • Möglichkeit zur Benutzung von grundlegender Fach- und Bestimmungsliteratur sowie Ferngläsern
  • ausführliches Reiseberatungsgespräch bei Ankunft
  • alle Reservierungs- und Buchungsentgelte
  • Reise-Sicherungsschein

Zur Erinnerung an Ihre Reise erhalten Sie eine Vogelstimmen-CD von ausgewählten und in Estland vorkommenden Vogelarten.

Buchung

Wenn Sie an dieser vogelkundlichen Herbstreise interessiert sind, nutzen Sie bitte unsere Buchungsformular (PDF-Datei)* oder senden Sie uns eine Mail an adrian(at)baltikumreisen.de mit dem Betreff „Herbstzug der Kraniche“ und teilen Sie uns bitte mit, für wie viele Reisende Sie buchen möchten.

Wir setzen uns anschließend umgehend mit Ihnen in Verbindung.

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