Königsberger Gebiet – Kaliningrader Oblast

Eine Rundreise durch den Norden der ehemaligen deutschen Provinz Ostpreußen

Allgemeines

Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges (Potsdamer Abkommen 1945) wurde der Norden der deutschen Provinz Ostpreußen zum westlichsten Verwaltungsgebiet (Oblast) und Außenposten der Russischen Föderation innerhalb der Sowjetunion – nach Flucht und Deportation der deutschen Bevölkerung überwiegend russisch besiedelt. Als Litauen 1991 seine staatliche Unabhängigkeit wiedererlangte, verlor die russische Oblast mit ihrem Zentrum Kaliningrad (bis 1946 Königsberg) die Landverbindung zum russischen „Mutterland“.

Vor diesem historischen Hintergrund laden wir Sie mit unserem Verständnis einer neuen Generation zu einer eindrucksvollen Rundreise ein. Sie wird Ihnen eine Region näher bringen, die auf vielfältige Weise jahrhundertelang deutsche Prägung erfuhr. Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, setzte sich am 18. Januar 1701 im Königsberger Schloss selbst die Krone des Königs in Preußen auf.

Sollten Sie familiären Wurzeln nachgehen wollen, können wir den Routenverlauf entsprechend vorbereiten, wenn Sie uns dazu rechtzeitig die Namen von Ortschaften und Gegebenheiten (oder auch Personen) mitteilen, über die Sie etwas in Erfahrung bringen möchten.

Aus reisepraktischen Gründen beginnt und endet unsre Rundreise nicht in der russischen Oblast, sondern im litauischen Klaipeda.

Unser Tipp:

Bestellen Sie hier Ihren Reiseführer über Königsberg.

Details/Programm

14-Tage-Tour „Königsberger Gebiet – Kaliningrader Oblast“

1. Tag:    Ankunft in Klaipėda (dt. Memel)

Wir begrüßen Sie bei Ihrer Ankunft  entweder am Fährhafen von Klaipėda oder auf dem Flughafen Palanga und geleiten Sie zu Ihrer Unterkunft, einem guten Mittelklasse-Hotel in der Altstadt von Klaipėda.


2. Tag:    Das alte Memel

Nach dem Frühstück geben wir Ihnen mit einer individuellen deutschsprachigen Stadtführung Einblick in die wechselhafte Geschichte Klaipėdas, das 1807-1808 unter dem deutschen Namen Memel sogar Hauptstadt Preußens war und von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise als Residenzstadt genutzt werden musste.
Auf dem Theaterplatz sehen Sie das Simon-Dach-Denkmal mit der berühmten Skulptur „Ännchen von Tharau“. Wir führen Sie durch die rekonstruierten Gassen der Altstadt und entlang des Flusses Dane. Hier befindet sich der ständige Liegeplatz des ehemaligen Traditionsseglers „Meridianas“, der heute als Museum zu besichtigen ist.


3. Tag:   Das Memeldelta

Am Morgen wird Ihnen am Hotel der Mietwagen übergeben, und es bietet sich an, einen Ausflug in den südlich gelegenen Mündungsbereich der  Nemunas (dt. Memel) zu unternehmen. Ursprüngliche Bezeichnungen dieses Landstriches als Memelland oder  Preußisch Litauen deuten auf die frühere deutsche Besiedlung und spätere Zugehörigkeit zu Preußen hin.
Alte Siedlungsflecken, wie die Ortschaften Šilutė (dt. Heydekrug) und Rusnė (dt. Ruß) sind gute Ausgangspunkte für Erkundungen in die Natur des Memeldeltas, das sich als Vogelparadies einen besonderen Namen gemacht hat. Sehr zu empfehlen ist der daher der Besuch des Museums der Station von Ventė, wo jährlich bis zu 100.000 Vögel beringt werden.


4. Tag:   Grenzübertritt nach Russland

Heute verlassen Sie Klaipeda und fahren entlang der Nemunas ins litauische Landesinnere. Die nach der Mündung erste Brücke über den Fluss ist die berühmte Königin-Luise-Brücke, heute auch Grenzübergang in die russische Stadt Sovetsk (dt. Tilsit), über den Sie in das Kaliningrader Gebiet einreisen und in einem Hotel direkt im Stadtzentrum Ihre Unterkunft finden.

Seit 2006 wird in Sovetsk diskutiert, die Stadt wieder in Tilsit zurück zu benennen. Die Idee wird von etwa der Hälfte  der Bevölkerung unterstützt. Ein Radiosender sowie das Theater wurden bereits umbenannt, und das alte Stadtwappen wird wieder offiziell verwendet – den letzten Schritt war die Stadtverwaltung allerdings bisher noch nicht bereit zu gehen.


5. Tag:   Tilsiter Vergangenheit – Sovetsker Aufbruch

Eine individuelle deutschsprachige Stadtführung lässt Sie am Morgen Sovetsk näher kennen lernen. Um den früheren Schlossmühlenteich (heute Stadtsee) finden sich viele noch gut erhaltene Jugendstilhäuser – das gesamte Altstadtensemble ist sehr sehenswert, da es im Zweiten  Weltkrieg von großflächigen Zerstörungen verschont blieb.
Der vielleicht geschichtsträchtigste Punkt in Tilsit ist der  Gedenkstein für den Tilsiter Frieden von 1807. Die Verhandlungen wurden einst erst auf einem Floß in Flussmitte und danach in Tilsit selbst geführt.


6. Tag:   Die Elchniederung

Auf der Weiterfahrt nach Kaliningrad durchqueren Sie die sogenannte Elchniederung, bis 1945 als Naturschutzgebiet „Deutscher Elchwald“ ausgewiesen. Das Niederungsgebiet ist eine sehr dünn besiedelte Wald- und Wiesenlandschaft, von unzähligen Entwässerungsgräben und -kanälen durchzogen.  Bauerndörfer und Fischersiedlungen fügen sich idyllisch ein – Naturromantik pur.

Am Nachmittag erreichen Sie Kaliningrad (dt. Königsberg), die heutige Hauptstadt der gleichnamigen Oblast. Hier finden Sie auch Ihre neue Unterkunft in einem stilvollen Gebäude direkt im Stadtzentrum.


7.-8. Tag:  Königsberg – Hauptstadt des ehemaligen Ostpreußen

Vorbereitet ist für Sie eine kombinierte Stadtführung zu Fuß und als Rundfahrt. Dabei besichtigen Sie unter anderem einen Teil des Festungsgürtels, der um die Stadt herum angelegt wurde und aus insgesamt 17 Forts besteht, die allesamt erhalten geblieben sind. Ein Höhepunkt wird sicher der Besuch des Königsberger Doms sein, dessen Grundstein bereits 1333 gelegt wurde. Innerhalb seiner Mauern liegt das Grab des berühmten deutschen Philosophen Immanuel Kant.

Die verbleibende Zeit steht Ihnen für eigene Erkundungen zur freien Verfügung. Möglichkeiten dazu gibt es zur Genüge.


9.-10. Tag:  Tagestour ins Samland – die Badeorte Palmnicken und Rauschen

Der 9. Tag Ihrer Rundreise führt Sie in das historische Samland, eine große Halbinsel zwischen dem Frischen Haff und der Kurischen Nehrung. Auf dem individuell geführten deutschsprachigen Tagesausflug besichtigen Sie unter anderem die Küstenorte Jantarny (dt. Palmnicken) und Svetlogorsk (dt. Rauschen).
Sie haben die Möglichkeit, fangfrischen Fisch zu verkosten und können während des Besuches des größten Bernsteintagebaus der Welt sogar selbst nach dem begehrten Schmuckstein schürfen.

Im Kern des Kur- und Badeortes Svetlogorsk beziehen Sie für zwei Nächte Ihre individuelle Hotelunterkunft, nur wenige Fußminuten von Steilküste und Promenade entfernt.

Der zweite Tag steht Ihnen nach eigenem Gutdünken für individuelle Entdeckungen zur Verfügung. Von Ihrem Stadtführer haben Sie dazu am Vortag mit Sicherheit viele Tipps und Hinweise erhalten.


11. Tag:  Die Kurische Nehrung – eine Düne und zwei Staaten

Auf der Fahrt  empfehlen wir Ihnen den Besuch der Badeorte  Selenogradsk (dt. Cranz) und Lesnoj (dt. Sarkau) und einen längeren Aufenthalt im russischen Abschnitt der Kurischen Nehrung, dem kleinsten Nationalpark Russlands. Die schmale Landzunge zwischen Meer und Haff beeindruckt durch endlose Sandstrände, urige Kiefernwälder und verschlafene Fischerdörfer. Genießen Sie einen Ausblick von der „Müller Höhe“ und unternehmen Sie einen Spaziergang durch den „tanzenden Wald“ – Sie werden von der Unberührtheit der Natur fasziniert sein.

Am Nachmittag überqueren Sie die Grenze nach Litauen und erreichen Ihr Landhotel in Nida (dt. Nidden).


12.-13. Tag:  Urlaub in Nida

Ihren Aufenthalt in Nida können Sie nach den zurückliegenden eindrucksvollen Tagen sicher auf geruhsame Weise verbringen. Die Umgebung bietet sich dazu bestens an, und der Spaziergang am schier endlosen Strand der Kurischen Nehrung bleibt eines der Erlebnisse, das sich bei Ihnen verinnerlichen wird.
Auch werden Sie Ihre Gastgeber bestimmt auf das als Thomas-Mann-Kulturzentrum gepflegte ehemalige Sommerhaus der Familie Mann in Nidden hinweisen.


14. Tag:    Abschied

Sie fahren heute zurück nach Klaipėda, wo Sie den Mietwagen zurückgeben. Ihr Transfer zum Fährhafen in Klaipėda bzw. Flughafen nach Palanga ist für Sie organisiert.

Leistungen/Preis

Reisezeit: ganzjährig

Reisepreis p. P.
(bei 2 Personen und Übernachtung im Doppelzimmer):

1.295,- Euro Nebensaison (Oktober bis April)
1.495,- Euro Hauptsaison (Mai bis September)

Folgende Leistungen sind inklusive:

  • Hoteltransfers bei An- und Abreise in Klaipeda
  • 13 Übernachtungen mit Frühstück in guten und sehr guten Mittelklassehotels (***/*)
  • Mietwagen der B-Kategorie für 12×24 Stunden inkl. Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung* und Grüne Karte (internationale Versicherungskarte) bei unbegrenzter Kilometerzahl
  • Bereitstellung und Abholung des Mietwagens
  • individuelle deutschsprachige Stadtführungen in Klaipeda, Sovetsk und Kaliningrad
  • Eintritte: Stadtmuseum Tilsit , Königsberger Dom, Bernsteintagebau Jantarny
  • geführter individueller Tagesausflug nach Samland
  • telefonische Reisebegleitung während des gesamten Aufenthalts
  • alle Reservierungs- und Buchungsentgelte
  • Reise-Sicherungsschein

*) mit Selbstbeteiligung von bis zu max. 500 Euro im Falle eines selbst verschuldeten Unfalls oder Diebstahls

Achtung

Für die Einreise nach Russland benötigen Sie ein kostenpflichtiges Visum. Diesbezügliche Informationen erhalten Sie von uns oder direkt von unserem Partner VOSTOK in Deutschland.

Buchung

Wenn Sie an diesem Rundreiseprogramm interessiert sind, nutzen Sie bitte unser Buchungsformular (PDF-Datei)* oder senden Sie eine Mail an info(at)baltikumreisen.de mit dem Betreff „Königsberger Gebiet – Kaliningrader Oblast“.

Wir werden umgehend mit Ihnen in Verbindung treten!

Unser Tipp:

Für Ihre An- und Abreise können Sie sich wahlweise zwischen der Möglichkeit einer Schiffsreise auf einer der täglich zwischen Kiel und Klaipeda verkehrenden Fähren oder der schnelleren Flugvariante in den litauischen Küstenort Palanga entscheiden, welcher sich nur 30 Kilometer von Klaipeda entfernt befindet. Wir würden Sie bei der Auswahl der passenden Flugverbindung beraten, wenn Sie uns den für Hin- und Rückreise gewünschten Flughafen nennen. Natürlich würden wir die für Sie günstigsten Flugtickets oder das Fährticket auch buchen können.

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