Naturbeobachtungen im Spätwinter –
Haselhuhn, Sperlingskauz und Luchs im Lahemaa-Nationalpark

Eine geführte Wildtierexkursion für bis zu 7 Teilnehmer

Allgemeines

An der Nordküste Estlands, ca. 70 Kilometer östlich der Hauptstadt Tallinn, konnte sich eines der letzten geschlossenen Küstenwaldgebiete entlang der Ostsee erhalten. Drei sich weit in den Finnischen Meerbusen erstreckende Halbinseln und die dazwischen tief ins Land ausladenden Buchten gaben dieser zerklüfteten Küstenlandschaft ihren Namen – Lahemaa (dt. Land der Buchten). Großflächige Hochmoore und alte Naturwälder werden oft nur von Fließgewässern begrenzt und das im Hinterland parallel zur Küste verlaufende baltische Glint, ein Kalksteinmassiv aus dem Ordovizium, bildet eine natürliche Barriere zum Binnenland.

Diese weitestgehend unberührte Landschaft ist Lebensraum vieler in Europa seltener Tierarten. Elch, Braunbär und Luchs sind hier heimisch und in den Wäldern alle Arten der Raufußhühner sowie nordische Eulen in hohen Populationsdichten vertreten. Die Außenküsten sind, trotz des insgesamt kontinental geprägten Klimas und den damit verbundenen kalten Wintertemperaturen, eisfrei und bieten erreichbare Nahrungsgründe und somit gute Überwinterungsgebiete für Eis-, Berg, Trauer- und Samtenten.

Im ausklingenden Winter ermöglichen wir Ihnen eine weitere Kurzreise mit außergewöhnlichen Vogel- und seltenen Tierbegegnungen. Neben der Beobachtung von Auer- und Birkhühnern während der Morgenstunden, stehen an den Abenden Habichts- und Sperlingskauz ganz besonders im Fokus. Ausgerüstet mit spezieller Technik unternehmen wir in Zusammenarbeit mit lokalen Fachleuten an zwei Abenden zudem eine Luchspirsch und haben überdurchschnittlich hohe Chancen, Europas größte Wildkatze in freier Wildbahn beobachten zu können.

Details/Programm

5-Tage-Kurztour „Naturreise zum Luchs nach Lahemaa“

Tag 1: Ankunft im Lahemaa-Nationalpark

Empfang am Flughafen und Weiterfahrt in den Lahemaa-Nationalpark; Unterkunft in einem Gutshof; gemeinsames Abendessen.

Abends erkunden wir den Gutspark und das Terrain unserer Unterkunft und hoffen auf ein erstes erfolgreiches Eulenverhör


Tage 2 bis 4: Raufußhühner am Morgen – Habichtskauz und Luchs am Abend – Meeresvögel in den Buchten entlang der Außenküste

Morgendliche Exkursionen zur Birkhahnbalz und in verschiedene Auerhahnreviere; Seevogel-beobachtung entlang der Nordküste; Ruhephasen während der Nachmittagsstunden; abendliche Luchsbeobachtung und Eulenverhöre bis ca. Mitternacht; Abendessen und Unterkunft im Gutshof.

Innerhalb der kommenden drei Beobachtungstage passen wir unseren Tagesrhythmus der Witterung und vor allem der Lebensweise unserer Zielarten an, um den Beobachtungserfolg dadurch zu erhöhen. Während der frühen Morgenstunden fahren wir in entlegene Auerhahnreviere in Altwaldgebieten und gut einsehbare Flächen der Birkhahnbalz. Da für die Sichtung dieser störungsempfindlichen und scheuen Waldarten trotz aller Ortskenntnis vor allem Geduld gefragt ist, haben wir Mehrfach-begehungen in den Lebensräumen dieser Arten angesetzt.

Nach einem jeweils späten Frühstück begeben wir uns in die Küstenregion und werden von gut exponierten Standorten eindrückliche Seevogelbeobachtungen unternehmen können. Dabei bewegen wir uns entlang der Küstenlinie und entsprechend der Eislage und Windrichtung sind auf den Wasserflächen der Buchten neben den eingangs erwähnten nordischen Tauchenten ebenso Mittel- und Zwergsäger zu erwarten. In den gehölzreichen Bereichen landseitig werden wir auf Birkenzeisige und Seidenschwänze hoffen können. Mit etwas Glück und bei geringem Wind lässt sich im Verhör der mehrstimmige Ruf der nordischen Unterart des Gimpels (Pyrrhula pyrrhula pyrrhula), auch als „Trompetergimpel“ bezeichnet, nachweisen.
Nach einer individuell verbrachten Ruhezeit am Nachmittag und dem frühen Abendessen, verbringen wir die Abendstunden noch einmal in der Natur. Die auch bei Tageslicht bzw. schon in der frühen Dämmerung aktiven Sperlingskäuze lassen sich gut vor der erst spät aktiv werdenden Uraleule (Habichtskauz) beobachten. Für diese Arten werden von uns im Vorfeld überprüfte und besetzte Reviere angefahren.

Das Hauptaugenmerk während der Abendexkursionen möchten wir jedoch auf den Nachweis und die Beobachtung des Luchses legen. Die grundsätzlich sehr scheue Großkatze zeichnet sich durch Ortstreue aus und unternimmt besonders im Spätwinter stetige Revierstreifzüge.
Mit Ehrgeiz und der nötigen Beharrlichkeit hat ein befreundeter Naturfotograf die Lebensweise der Luchse in Lahemaa über viele Jahre hinweg untersucht und anhand vieler Aufnahmen stationärer Wildtierkameras Kenntnis über die Tagesrhythmik und Wege der Luchse bekommen. Ausgestattet mit diesem Wissen, sowie einem Wärmebild-Nachtsichtgerät, begeben wir uns mit ihm auf die Luchspirsch.


Tag 5: Rückkehr nach Tallinn und Heimreise

Nach dem Frühstück bringen wir Sie zum Flughafen nach Tallinn zurück, von wo aus Sie wieder die Heimreise antreten.

Entsprechend der Abflugzeiten unternehmen wir während der Rückfahrt noch einige Beobachtungs-halte. Anbieten würde sich beispielsweise der Stopp an einem Wasserfall, an dessen Unterlauf regelmäßig Wasseramseln überwintern.
Vielleicht lassen sich im Offenland noch letzte Schneeammern oder bereits erste Gänsetrupps entdecken.

Leistungen/Preis

Reisetermine:3. bis 7. März 2024
 17. bis 21. März 2024

Reisepreis p. P.
(bei Übernachtung im Doppelzimmer):

985,- Euro

Einzelzimmerzuschlag: 130,- Euro
Alleinreisende sind herzlich willkommen!

Folgende Leistungen sind inklusive:

  • 4 Übernachtungen im Gutshof-Landhotel (***)
  • Vollpension an allen Tagen (Frühstück, reichhaltige Picknick-Päckchen, Abendessen)
  • sämtliche Transfers im Kleinbus
  • fachkundige, deutschsprachige Reiseleitung an allen Tagen
  • Möglichkeit zur Benutzung von grundlegender Fach- und Bestimmungsliteratur
  • ausführliches Reiseberatungsgespräch bei Ankunft
  • alle Reservierungs- und Buchungsentgelte
  • Reise-Sicherungsschein

Unser Tipp

Im Vorfeld dieser Wildtierexkursion verbringen wir während unserer Scheckententour - Nordische Wintergäste an der Westküste Estlands einige Tage auf der Insel Saaremaa. An der ganzjährig eisfreien Außenküste überwintern zahlreiche Tauchenten, unter anderem auch die Scheckente. Beide Kurzreisen ergänzen sich inhaltlich und können also auch miteinander kombiniert werden.

Buchung

Wenn Sie an dieser ornithologischen Kurzreise interessiert sind, nutzen Sie bitte unser Buchungsformular (PDF-Datei)* oder senden Sie uns eine Mail an adrian(at)baltikumreisen.de mit dem Betreff „Naturreise zum Luchs nach Lahemaa“ und teilen Sie uns bitte mit, für wie viele Reisende Sie buchen möchten. Wir setzen uns anschließend umgehend mit Ihnen in Verbindung.
Vielen Dank für Ihr Interesse!

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